1. Mai 2015 in Offenburg – Heraus auf die Straße – Rein in den antikapitalistischen Block!

Alarm unterstützt den aufruf zum antikapitalisitschen Block am 1. Mai in Offenburg:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der 1. Mai gilt international als Kampftag der Ausgebeuteten und Unterdrückten. Auch hier in der Ortenau gehen jedes Jahr Menschen auf die Straße und beteiligen sich an verschiedenen Aktionen rund um diesen geschichtlich und inhaltlich so wichtigen Tag. Leider sind die eigentlichen Themen und Positionen der Lohnabhängigen in der Öffentlichkeit, in den meisten Medien und im Bewusstsein vieler Menschen inzwischen fast vergessen. Während es früher ganz konkret z.B. um den 8-Stunden Tag, mehr Lohn und allgemein um die Verbesserung der Arbeitsverhältnisse bis hin zur Überwindung des Kapitalismus ging, sind heute die Themen Arbeitszeitverkürzung, mehr Rechte für Arbeiter*innen und der Kampf für eine solidarische Gesellschaft in weite Ferne gerückt. Dabei ist die Aktualität dieser Themen größer und der Widerstand gegen rückwärtsgewandte Bestrebungen notwendiger denn je.

Schlimmer geht’s immer …

Überall auf der Welt verschärfen sich die Bedingungen für die meisten Menschen und die Lebensumstände werden roher: Sei es durch Kriege, wie gerade besonders im Nahen und Mittleren Osten und in der Ukraine. Oder sei es durch die Abwälzung der Krisenkosten des kapitalistischen Systems auf die breite Masse der Bevölkerung, was sehr deutlich in südeuropäischen Staaten zu beobachten ist. Oder seien es die Millionen von billigsten – weil profitabelsten – Lohnarbeiter*innen auf dem asiatischen, afrikanischen und südamerikanischen Kontinent. Diese müssen unter absolut unmenschlichen, sklavenartigen Bedingungen oft für weniger als einen Hungerlohn schuften, um den „Wohlstand“ der reichen Industriestaaten zu erhalten. Aber nicht nur die wirtschaftlichen Missstände nehmen zu, auch die gesellschaftliche und politische Situation wird weltweit – und auch hier in Deutschland – immer unsolidarischer und aggressiver. Rassistische und reaktionäre Bewegungen rund um „Pegida“, „Hogesa“, Sarrazin und die „Alternative für Deutschland“ (AfD) finden vielerorts Zustimmung. Der sogenannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) konnte unter staatlicher Aufsicht mordend durchs Land ziehen. Einige Medien und Politiker*innen forcieren einen Rechtsruck in der Bevölkerung mit der Botschaft, dass es eine sinnvolle Krisenlösung von Rechts geben würde und es wird ständig versucht, uns rassistisch aufgrund von Nationalitäten zu spalten. Das macht jeden Tag deutlicher, wie wichtig es ist, dass wir uns organisieren und mit möglichst vielen anderen bald selbst das Heft in die Hand nehmen!

… außer …

Denn neben den politischen und sozialen Negativentwicklungen gibt es auch fortschrittliche Projekte und Strategien gegen die kapitalistische Produktionsweise, Rassismus und gegen das Patriarchat – also die grundsätzlich privilegierte Stellung des Mannes gegenüber der Frau in der Gesellschaft. In Rojava, den kurdischen selbstverwalteten Gebieten im Norden Syriens, passiert genau das. Ursprünglich als Verteidigung gegen die syrische Armee und dschihadistische Kampfverbände wurden befreite Gebiete errichtet und unter demokratische Kontrolle gestellt. Es wurden Gesellschafts-, Wirtschafts- und Verteidigungsstrukturen von unten nach oben gebildet, ohne dabei Ausgrenzungen wegen dem Geschlecht, der Herkunft oder der Religion vorzunehmen. Schrittweise werden dort Strukturen geschaffen, die die Unterdrückung der Frau nachhaltig bekämpfen. Stück für Stück wird die Wirtschaft in den Dienst der dort lebenden Menschen gestellt – und das in einer permanenten Kriegssituation gegen die dschihadistische Miliz des „Islamischen Staates“. Wir halten es für sehr wichtig, sich mit den Menschen in Rojava zu solidarisieren und auf diesen Kampf aufmerksam zu machen.

… wir fangen an, uns zu organisieren!

Es gibt neben Rojava noch einige andere Beispiele, in denen Menschen sich zusammenschließen und anfangen, ihre Geschichte selbst in die Hand zu nehmen. Das ist der einzige Ausweg aus dem globalen, systematisch organisierten Elend.

Denn: Zu erwarten haben wir vom Kapitalismus und seinen Vertreter*innen nichts! Außer den nächsten Überwachungs- und Polizeistaatsmaßnahmen, weiterer Verarmung und noch weniger verfügbare gesellschaftliche Zeit hat der bürgerliche Staat nichts für uns.

In Deutschland befinden wir uns in einem der Zentren dieser weltweiten Entwicklung. Von hier aus werden Kriege geplant und geführt (Bundeswehr, AFRICOM, US-Basen in Ramstein usw.) und von hier aus wird das Menschenrecht auf Asyl täglich staatlich organisiert gebrochen (z.B. durch das Abkommen Dublin II, Abschiebungen und Frontex). Die deutsche Regierung baut an der militärisch abgesicherten Festung Europa mit, die tagtäglich für mehrere Zehntausende Menschen den Zugang zu Sicherheit und Hilfe versperrt. Für „unseren“ Anteil an den Fluchtgründen in den Herkunftsländern übernimmt die deutsche Regierungen keine Verantwortung. Das Projekt „Europäische Union“ ist längst ein Wirtschafts- und Militärprojekt in Konkurrenz zur USA, Asien und Russland, das zunehmend für den Abbau mühsam erkämpfter demokratischer und sozialer Rechte steht. Das sogenannte „Freihandelsabkommen“ (TTIP), das gerade verhandelt wird, ist nur ein weiterer Schritt in diese Richtung. Profitieren werden davon nur die großen Konzerne auf beiden Seiten des Atlantiks. Nur eine große Bewegung von unten gegen die bürgerlichen Regierungen und die aktuellen Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse in den einzelnen Ländern kann weiteren Schaden an anderen Menschen, an der Umwelt und an uns verhindern! Ansatzpunkte für unseren Widerstand gibt es genügend, auch in der Ortenau.

Wir haben nichts zu verlieren, packen wir’s an!

Deshalb müssen wir uns lieber heute statt morgen zusammensetzen, vernetzen und organisieren, denn von alleine wird nichts besser. Lasst uns zum Beispiel darüber nachdenken, wie wir dem Rassismus und Faschismus auf unseren Straßen etwas entgegensetzen können. Lasst uns überlegen, was wir gegen die Krise, die seit über 150 Jahren Kapitalismus heißt, unternehmen können und was wir effektiv gegen Militarismus und Waffenhandel vor unserer Haustüre tun können! Die Zeit ist mehr als reif dafür. Dabei kommen wir aber mit dem Konzept der Sozialpartnerschaft, was vor allem von der SPD und dem DGB vertreten wird, nicht weit.

In unseren Augen sind die Blockupy-Proteste Mitte März in Frankfurt am Main nur ein Blitzlicht und Ausschnitt eines aktuellen praktischen Widerstandpotentials gegen Krise und Kapital. Im Juni gilt es für uns deshalb auch, den G7-Gipfel in Bayern zu thematisieren und über die verbrecherische Rolle der G7-Staaten aufzuklären. Wir wollen zwar am 1. Mai klarmachen, wie wichtig und richtig es ist, auf die Straße zu gehen, aber nur auf diesen Tag beschränken wollen wir das sicher nicht. An jedem anderen Tag im Jahr ist es genauso notwendig.

Schließlich müssen wir uns immer wieder vor Augen führen, welche Gestaltungsmöglichkeiten der Gesellschaft es geben würde, wenn nicht Profitmaximierung bei Wenigen und Verarmung und Entrechtung bei Vielen diese Gesellschaft bestimmen würden, sondern Solidarität, Frieden und die Abschaffung der Ausbeutung von Menschen tatsächlich umgesetzt werden würde. Denn die herrschenden Verhältnisse sind nicht in Stein gemeißelt. Für uns waren, sind und bleiben das erstrebenswerte Ziele.

Gegen Kapitalismus und Krieg! Für eine solidarische Gesellschaft!

Kommt am 1. Mai in den antikapitalistischen Block um 10 Uhr auf den Fischmarkt in Offenburg!

Ab 17 Uhr können wir gemeinsam im Linken Zentrum Offenburg in der Rammersweierstr. 12 beim Hauptbahnhof den Tag ausklingen lassen.

Unterstützer*innen: Anarchistische Initiative Offenburg, Linksjugend [‘solid] Offenburg, Soziales Zentrum Caracol Bühl, Antifa Ortenau, Alarm Offenburg

Antifaschistische Aktion – Geschichte einer linksradikalen Bewegung

Am Montag, 13. April stellt Bernd Langer sein neues Buch vor.

Unter »Antifa« kann sich wohl jede_r etwas vorstellen. Schwarzer Block gleich Antifa; so vermitteln es zumindest die Medien in falscher Verkürzung. Denn die Geschichte dieser Bewegung reicht weit zurück und ist keineswegs auf Militanz zu reduzieren.

Antifaschismus wurde in Deutschland Anfang der 1920er Jahre als polemischer Kampfbegriff durch die KPD eingeführt. Verstanden wurde darunter Antikapitalismus. Erst Anfang der 1930er Jahre rückte der Kampf gegen die Nationalsozialisten mehr und mehr in den Fokus. 1932 mündete diese Entwicklung in der Gründung der Antifaschistischen Aktion.

In der BRD griffen kommunistische Gruppen in den 1970er Jahren das Emblem wieder auf. Später, von Autonomen übernommen und neu gestaltet, wurde es zum Zeichen der heutigen Antifa. Undogmatisch, radikal und systemkritisch ist Antifaschismus also von jeher viel mehr als nur ein Kampf gegen Nazis.

Der Autor Bernd Langer wird am heutigen Abend hauptsächlich die Geschichte der Antifaschistischen Bewegung bis zum zweiten Weltkrieg beleuchten.

Die Veranstaltung fängt um 19 Uhr 30 an.
Ab 18 Uhr 30 laden wir euch zur veganen Vokü ein.

Noize, booze and revolution: Geschlechterverhältnisse in der DIY-Punkszene

Vortrag von und mit Hans Berner am 08. April um 19.30 Uhr im Alarm-Raum, ab 19 Uhr vegane Vokü/Küfa/Dfa

Die Do-It-Yourself-Punkszene ist stilistisch von Metal, Punk und Hardcore geprägt, positioniert sich fernab ökonomischer Verwertung und massentauglicher Ästhetik und ist untrennbar mit der linken Szene in Deutschland verbunden. Inhaltlich dominiert die Kritik an Macht- und Herrschaftsverhältnissen. Dies schließt die Vermittlung feministischer Positionen ein. Zugleich wird der szenische Aktivismus stark von Männern und Männlichkeit(en) dominiert. Ein Paradox?

Auf Grundlage einer ethnografischen Feldforschung und sozialwissenschaftlicher Beiträge wird beleuchtet, wie Geschlecht performativ hergestellt und männliche Dominanz in einer für Egalität und Freiräume kämpfenden Szene stabilisiert wird. Forderungen nach Egalität besitzen, so die Argumentation, lediglich symbolische Wirkung und können sogar zur Legitimation bestehender Ungleichheiten genutzt werden. Die Benachteiligung von Frauen und die Verdrängung von Weiblichkeit an die Peripherien scheint der Szene tief eingeschrieben.

April, April, der macht bekanntlich was er will…

Eine Konstante hat der April jedoch wie jeder Monat im Jahr: den jeden 1.Sonntag im Monat stattfindenden veganen Brunch von Alarm e.V.! Auch dieses Mal, am 05.04.2015 von 11-14h könnt ihr mit netten Leuten und leckerem veganen Essen eine schöne Zeit verbringen…

Da dieses Brunch-Wochenende auf Ostern und in die Ferien fällt und somit auch von uns einige nicht da sind, baut der Brunch einmal mehr auf euch und eure tatkräftige Unterstützung bei Auf-und Abbau und natürlich auf eure tollen kulinarischen Mitbringsel…

Dankeschön!

Hallo ihr Lieben,

unser Aufruf, Mietpatenschaften für den Alarmraum einzurichten, kam gut an und wir konnten einige Unterstützer*innen gewinnen. Dafür wollten wir euch allen danken! Wir freuen uns natürlich über weitere Unterstützung:

Alarm e.V.*
„Miete“
Kontonummer: 455 494 6
Bankleitzahl: 664 500 50
Sparkasse Offenburg*

Unsere Suche nach neuen Räumen geht weiter: es ist nicht leicht in Offenburg bezahlbare Räumlichkeiten zu finden, deren Vermieter*innen uns mit unseren Aktivitäten auch noch haben wollen.

Viele Läden (oder andere Räume) stehen leer. Wenn ihr welche entdeckt, meldet euch bei uns: alarm-ev@immerda.ch.

Am besten mit den Kontaktdaten (Telefonnummer, Adresse,…) der Räumlichkeit.

So lange müssen wir uns halt im alten, gemütlichen Alarmraum zusammenquetschen. 40 Leute auf 40 m²…da wird es schön warm. Z.B. beim nächsten Brunch am 1. März von 11-14 Uhr in der Lise-Meitner-Straße 10!

Wir freuen uns auf euch, ganz besonders wenn ihr ab 10.30h schon zum Aufbau kommt oder nach dem Schlemmen zum Abbau bleibt. Vegane Leckereien sind natürlich auch gerne gesehen…

Liebe Grüße, eure Alarmies

Veganer Brunch im Februar

Am kommenden Sonntag, den 1. Februar, findet der nächste vegane Brunch im Alarmraum statt. Ab 10 Uhr 30 bauen wir auf und ab 11 Uhr könnt ihr das Buffet stürmen.
Wir freuen uns wie immer über jegliche Unterstützung bei der Vorbereitung, der Durchführung und dem Aufräumen.

Punkfest 2015 im Kessel Offenburg

Auch dieses Jahr findet das Punkfest im Kessel Offenburg statt.

An Bands spielen am Samstag, den 10.01.2015 ab 21 Uhr auf: Hysterese, High, Diskose, Honeymoon und Kraut Rot. Evtl. ist im Anschluss noch eine Überraschungsband am Start.

Alarm e.V. sorgt für die kulinarischen Genüsse in Form von veganen Wraps und die Bands bekochen wir auch. Zudem bauen wir (und vielleicht noch andere) einen Infotisch auf, wo ihr euch mit Lesestoff, Stickern u.a. eindecken könnt.

Punkfest!!!

Last Punkshow of the Year and some vegan Food…

Die Kessel-Crew bietet vier feine Acts an:

Zustände aus Mannheim, Panzerband aus Flensburg, Dementia (die wohnen ja schon im Kessel) aus Offenburg und Ab.out ebenfalls aus Offenburg.
Wir von Alarm bekochen mal wieder die Bands und bieten auch für alle anderen leckeres veganes Essen. Wahrscheinlich Burger, mal schauen.

Also: am 30.12. alle in den Kessel, abrocken und lecker Vokü genießen.

Hallenpunkturnier: Das Runde sollte in’s Eckige und das Sandwich muss in den Bauch!

Am Dienstag, den 23.12.2014, findet ab 11 Uhr zum fünften mal das grandiose, knochenbrechende und unterhalsame Kessel-Hallenfußballturnier statt. Diesmal in der Geschwister-Scholl-Halle, die die Orga-Leute einfach in Walter-Frosch-Arena umbenannt haben. Cooler Typ, der Walter Frosch.

Damit die Kicker*innen nicht entkräftet auf dem Spielfeld umkippen, sorgen wir von Alarm in alter Tradition für das leibliche Wohl mit veganen Sandwiches, dem einen oder anderen Kuchen und kalten Getränken.

WM fuck off – Hallenpunkturnier rules!

Veröffentlicht unter Alarm

politisierBAR: TTIP – Das Transatlantische Freihandelsabkommen: Was es verspricht und wie es unsere Freiheit bedroht

Obwohl die Verhandlungen geheim ablaufen, sickern äußerst besorgniserregende Informationen durch über das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen USA und EU.

Marlene Werfl und Heribert Schramm von OccupyOffenburg informieren über die Absicht des Abkommens, erhoffte Vorteile, aber vor allem über die katastrophalen Auswirkungen auf demokratische Entscheidungsspielräume – auch auf lokaler Ebene –, Verbraucherschutz und Landwirtschaft, Kultur und Arbeitnehmerrechte. Vor allem das integrierte Investitionsschutzabkommen mit seiner Sondergerichtsbarkeit lässt alle Alarmglocken schrillen.

Vortrag und Diskussion mit Marlene Werfel und Heribert Schramm von OccupyOffenburg

Eintritt frei

Donnerstag, 2. Oktober, 19 Uhr 30
Alarmraum
Lise-Meitner-Straße 10, Offenburg