Multimediavortrag mit Bernd Langer „Die Flamme der Revolution: Deutschland 1918/19“

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches mitträgt, spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel wird zum Auslöser der Novemberrevolution.

Der zunächst friedliche Verlauf ist bald von blutigen Konfrontationen überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen die SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe der Freikorps. Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist.

Jene Tage führen zu einer grundlegenden politischen Weichstellung. Denn die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem Anspruch einerseits und eine reformistische Sozialdemokratie andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des Faschismus sind ohne diese Ereignisse nicht zu begreifen.

Der Autor und Antifaschist Bernd Langer stellt in einem Multimedia-vortrag sein neues Buch „Die Flamme der Revolution: Deutschland 1918/19“ vor.

Vegane VoKü ab 18 Uhr 30 – Beginn des Vortrags 19 Uhr 30

Dienstag, 12.02.2019 im Linken Zentrum R12

Lesung & Diskussionsabend „Dabei geblieben“

Am 30. und 31. Mai wird Rehzi Malzahn, Autorin des im vergangenen Herbst erschienenen Buchs „Dabei Geblieben“ in Südbaden zu Besuch sein und ihre Publikation mit uns diskutieren. Das Buch wird am 30. Mai im Offenburger Linken Zentrum R12 und am 31. Mai in der KTS in Freiburg jeweils ab 19:30 vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr Informationen zur Rehzis Arbeit, Medienechos und Rezensionen findet ihr weiter unten, auf dem Blog: www.rehzimalzahn.blogsport.eu und unter www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen/ Wir freuen uns über junge und ältere Hinzukommende, Dabeigebliebene und die Weiterentwicklung linker (Selbst-)Kritik.

Seit Jahrzehnten ist die Linke in Deutschland vornehmlich eine Jugendbewegung. Spätestens Anfang 30 steigen die meisten aus. Was aber ist mit denen, die »dabei geblieben« sind? In knapp 30 Interviews geht Rehzi Malzahn der Frage auf den Grund, was diejenigen Aktivist_innen bewegt, die auch mit Mitte 40, 50, 60 noch auf die Straße gehen, Aktionen planen oder auf vielen anderen Wegen ihre radikale Kritik an den Verhältnissen ausdrücken.

Die Interviewten gehören verschiedenen linken Bewegungen an. Sie blicken auf ihr Leben und erzählen, wie alles angefangen hat, woran sie verzweifelt sind, was sie ermutigt oder wie sie mit Frust umgehen. Sind Job und Familie wirklich Gründe, um den Einsatz für eine radikal andere, bessere Welt aufzugeben – oder sind das nur vorgeschobene Gründe an einem Punkt, wo man von vielen Fragen nicht mehr berührt wird? Ein Destillat ihrer Erkenntnisse aus den Gesprächen gibt die Autorin den Leser_innen in der Einleitung mit auf den Weg.

Ein Buch für alle Generationen und Lebenswege: Wer auch noch ›dabei ist‹, liest, wie es den Anderen damit geht. Wer ausgestiegen ist, erfährt etwas über das Leben, für das er_sie sich nicht entschieden hat. Wer ›dabei bleiben‹ will, findet Anregungen dazu. Wer Pause macht, kann über die Bedingungen des Aktivseins reflektieren, und wer nie ›dabei war‹, bekommt einen Einblick in das Leben derjenigen, für die der Kampf um eine bessere Welt eng mit dem eigenen Dasein verknüpft ist.

Montag, 30.05.2016, 19 Uhr 30
Linkes Zentrum R12 Offenburg

 

Zum Glück gab es Punk! Eine Lesung mit Ute Wieners

Ute Wieners liest aus ihrem Buch: Zum Glück gab es Punk

Utes Kindheit ist geprägt von Lieblosigkeit, Einsamkeit und Gewalt. Vor dem Horror der Familienverhältnisse, dem Mobbing in der Schule und dem Mief der Provinzmetropole Hannover flieht sie in Traum- und Parallelwelten.
Schließlich will sie sich nicht weiter verkriechen und wird Punk. Es stellt sich heraus, es ist nicht einfach, sich den gewalttätigen und sexistischen Strukturen der Gesellschaft zu entziehen, denn auch diejenigen, die sich dagegen stellen, kennen nichts anderes.
Sie berichtet von der hannoverschen Studentenbewegung, die sie als Kind erlebte, von Straßenschlachten mit der Polizei und von den Chaostagen. Mit leicht ironischer Distanz erzählt sie von gewalttätigen Skinheads und Normalbürgern, von kurzzeitigen Drogenfluchten, von der Gründung der Anarchistischen Pogopartei und zeichnet eine radikal subjektive Geschichte des Punk.

Die Autorin: Ute Wieners, Jahrgang 1962, Ex-Punkerin, Ex-Hausbesetzerin, lebt in der einst besetzten Sprengel-Schokoladenfabrik in Hannover.

Wo: Alarmraum, Lise-Meitner-Straße 10, Offenburg
Wann: Donnerstag, 28.02.2013, 20 Uhr

Der Eintritt ist wie immer frei.

Zum Glück gibt es Punk!

Punk-meeting in Hannover – During the international meeting of the punks and skinheads in Hannover last weekend (Aug. 4/5), numerous injured and high damage was noted by police. The photo shows some of the about 1.500 punks. (08/06/1984)(AP Photo)

Anarchist_innen entern Alarm e.V.

Gleich zwei Veranstaltungen in Folge bietet euch die Anarchistische Gruppe Ortenau im Alarmraum an.

Donnerstag, 18.11., 20 Uhr

Von Ja­karta bis Jo­han­nes­burg – An­ar­chismus welt­weit

Das Buch „Von Ja­karta bis Jo­han­nes­burg – An­ar­chismus welt­weit“ ist eine Samm­lung von In­ter­views, die mit An­ar­chis­tInnen aus sechs Kon­ti­nenten ge­führt wurden, um einen Ein­blick in die ge­gen­wär­tige an­ar­chis­ti­sche Be­we­gung zu bieten.

Se­bas­tian Ka­licha, Autor und Mit­her­aus­geber der ge­walt­frei-an­ar­chis­ti­schen Mo­nats­zeit­schrift Gras­wur­zel­re­vo­lu­tion, aktiv bei un­ter­schied­li­chen Pro­jekten zu ge­walt­freiem Wi­der­stand und An­ar­chismus, liest aus dem kürz­lich beim Un­rast Verlag er­schienen Buch.

Im An­schluss daran ist Zeit für Dis­kus­sion und Ken­nen­lernen bei le­ckeren Ge­tränken.

Freitag, 19.11., 20 Uhr

Der Widerstand gegen Stuttgart 21 – Geschichte, Aktuelles und Perspektiven

Seit Monaten reißen die Proteste gegen das Milliardenprojekt „Stuttgart 21″ nicht ab. Insbesondere sich politisierende Jugendliche und BürgerInnen, die sich nicht länger alles gefallen lassen wollen, haben einen unerwarteteten Widerstandswillen entwickelt.

Bei „Stuttgart 21“ geht es aber längst nicht mehr nur um ein Bahnprojekt. Es geht auch um den rasanten Politisierungsprozess zahlreicher Menschen, die selbst handeln, zur Konfrontation mit Regierung und Polizei bereit sind und sich mit dem, was hinter der Fassade von „Demokratie“ und „sozialer Marktwirtschaft“ steckt, immer kritischer auseinandersetzen.

Über die Geschichte, den aktuellen Stand und die Perspektiven des Widerstands gegen „Stuttgart 21″ wollen wir mit Aktivisten der Proteste diskutieren.